Kursplan und Preise Unter 4 Augen mit meinen Schülerinnen
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Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.
Und verloren sei uns der Tag, wo nicht Ein Mal getanzt wurde! Und falsch heisse uns jede Wahrheit, bei der es nicht Ein Gelächter gab!
Aus: "Also sprach Zarathustra by Friedrich Wilhelm Nietzsche"


"Unter 4 Augen mit meinen Schülerinnen, oder Elham sagte......."

21.11.2007
Die Kunstnacht und Salam Weiden haben wir hinter uns.
Das war ein anstrengender Marathon und eine tolle Zusammenarbeit. Ich finde keine passenden Wörter um mich für eure Arbeit, Kreativität, Engagement, hartes Training und Ausdauer zu bedanken. Ohne euch hätte ich das nie geschafft.

Ich freue mich nicht nur über das Ergebnis und über den riesigen Erfolg, sondern auch über dieses tolle Team, das sich in der kurzen Zeit, noch keinen zwei Jahren, zusammen gefunden hat.

Jetzt sind wir ein erstklassiges Team (vielleicht bißchen übertrieben!!) aus Tänzerinnen, Schauspielerinnen, Stage -Managern, Kostümdesignern und Schneidern, Technikern und ....

Jede Minute dieser Zusammenarbeit, unser gemeinsames Nähen, die Proben, Bühnenaufbau, Besprechungen und ....sind für mich tolle Erinnerungen.

Ihr habt eure Wohnzimmer großzügig für die Show aufgeräumt, eure Nähmaschinen bis zum Rauchen verwendet, eure Stoffsammlungen ausgepackt und der Show zur Verfügung gestellt. Für diese Arbeit gab es keine „meins“ und „deins“, alles was da war, war „unseres“. Dieser Teamgeist und dieses Zusammenhalten ist ein unbezahlbares Ziel in der Industrie und in der Wirtschaft, und den haben wir zusammen erreicht.

Nochmal einen herzlichen Dank an :

Die Presse für die Vorankündigungen und für den Bericht über die Show.

Das Publikum für ihr Interesse und ihren Applaus, das war das beste und das temperamentvollste Publikum meines Lebens.

Die Mitarbeiter der Regionalbibliothek und an Frau Sabine Guhl. Der Geduld der Mitarbeiter (wir haben die ganze Bibliothek durcheinander gebracht und die Mitarbeiter dauernd mit unseren Fragen und Sonderwünschen genervt) verdanken wir ein Teil unseres Erfolgs.

Philipp Beyer für seine tolle Technik und seine genialen Ideen, Licht und Sound und die Zeit, die er sich für uns genommen hat (und dafür, daß er Samstag früh aufstehen sollte, obwohl er kein Frühaufsteher ist).

Isabel für Ihre Hilfe bei dem Aufbau, bei der Technik und dafür, daß sie die lange Fahrt wegen uns gemacht hat und da war.

Thomas Hammer für die Aufnahmen unter schwersten Arbeitsbedingungen und für seine präzise Arbeit.

Sandra Bergmann für ihre Hilfe bei dem Aufbau, für die Koordination zwischen Technik, Bühne und Umkleide und dafür, daß man immer mit ihrer Hilfe Rechnen kann.

Unsere Gasttänzerinnen: Melanie aus Plauen, die mit ihrem Charme und den schönen Tänzen das Publikum begeistert und unser Programm bunter gemacht hat, und die Gruppe Merhaba aus Weiden unter der Leitung von „Jimra“, Kerstin Sixl , die das Publikum mit ihrem pfiffigen Tanz zum Kochen gebracht hat.

Erika Ries (meine Schwiegermutter) für das Catering, die leckeren Kuchen(moralische Unterstützung der Tänzerinnen) und für ihre Hilfe bei der Veranstaltung.
Alle meine Schülerinnen, die nicht getanzt aber mitgeschwitzt haben und uns bei den Vorbereitungen geholfen haben.

Sonja Messer für ihre tolle Arbeit fürs Bühnenbild.

An alle leidenden Ehemänner und Lebenspartner, die das monatenlage Chaos im gesamten Haus, die Pailletten und Stoffen, die Proben am Wochenende, die geistig abwesenden Frauen und..... aushalten und unterstützen müssten und besonders an Peter Meyer für seine ganze Arbeit für die Bühne (Planen, Gestaltung, Aufbau, Abbau ).

Gundel (Afsoon), Anne (Farah), Iwona (Shirin) für ihre harte Arbeit und ihre tolle Darstellung, sowie für den Bühnenaufbau und dafür, daß sie meine schlechte Laune während des Trainings und der ganzen Arbeit ausgehalten haben.

Conny (Martha) für die Zusammenarbeit, für alle Minuten, die wir uns in die Haare kriegen wollten, für unsere Streite während der Vorbereitungen und ......dafür, daß sie da ist.

.... und an meinen lieben, geduldigen, kreativen und.... Ehemann Michael, für alles und einfach dafür, daß er immer dabei ist (hat er überhaupt eine andere Wahl?????)

Ich freue mich auf unsere nächste Show. „Nach der Show ist vor der Show“.
Tief atmen, Kopf hoch, Blick nach Vorne.

Eure Elham

26.01.2007
Herzlichen Glückwunsch zu eurem ersten öffentlichen Auftritt in Weiden, ihr habt eine tolle Arbeit geleistet.

Meine lieben Schülerinnen, 20. Januar und nach der Veranstaltung war ich so glücklich wie schon lange nicht mehr.
Nicht einmal nach meiner Doktorprüfung war ich so glücklich wie an jenem Abend. Ihr habt eine tolle Arbeit geleistet und die Begeisterung des Publikums und die schon vor einer Woche ausverkaufte Veranstaltung habt ihr wohl verdient.
Vor sieben Monaten, als ich meine ersten Stunden gehalten hatte, hatte ich nicht einmal davon geträumt euch so schnell und so erfolgreich auf der Bühne dem wählerischen und anspruchsvollem Weidener Publikum präsentieren zu können. Ich bin jeder Einzelnen von euch dankbar.
Euch allen für das harte Training, die Zeit die ihr während den Feiertagen investiert habt und für eure unerschöpfliche Begeisterung bin ich dankbar. Euren Ehemännern und Lebensgefährten bin ich für ihre Hilfe vor, während und nach der Veranstaltung und für ihre Geduld während der letzten Wochen sehr dankbar. Besonders bin ich euch allen für die Plünderung Eurer Wohnzimmer für die Einrichtung des Saales sehr dankbar. Ebenfalls bin ich den Eltern der Kinder für die ganze Fahrerei und natürlich für die moralische Unterstützung dankbar. Ihr habt eure Kinder nicht nur mit Geld und Zeit, sondern auch mit Liebe und Geduld unterstützt. Jetzt ist die Lawine Los und das Publikum erwartet noch weitere und bessere Shows von uns, wir können uns nicht mehr zurück ziehen. Ich plane schon für die zweite Show und ich freue mich darauf, euch nochmal so erfolgreich auf der Bühne zu sehen.
Also ab in den Trainingsraum.

Mit Liebe
Eure ElhamRaks


11.11.2006
Die Kunstnacht haben wir hinter uns, ich habe alleine getanzt aber ihr habt alle mit mir geschwitzt. Das war eine wunderbare Nacht. Ich weiß nicht, wie ich meine Dankbarkeit an euch und meinem Weidener Publikum äußern kann. Beim fünften Auftritt haben meine Beine fast versagt, ich konnte aber nicht aufhören, aus jedem Eck der Bibliothek habe ich begeisterte Gesichter gesehen, Hände die klatschen und lächelnde Augen und vor allem habe ich ab und zu eine von euch gesehen, die mich angefeuert hat. Beim letzten Auftritt war ich nicht mehr ich selbst, das war nur eine Seele, die zu der Musik getanzt hat, ich war in einer Art Trance und ich hatte fast keine Macht mehr über meinen eigenen Körper, habe aber weiter getanzt und glaubt mir, wenn die Trommler weiter gespielt hätten, hätte ich auch weiter bis zum Umfallen getanzt.

Die nächsten zwei Monaten haben wir alle viel zu tun. Probe eurer Choreographien (das ist für mich eine Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen Choreographie und der Technik zu erreichen, daß die Choreographie euch nicht schlampig macht und euch nicht die Technik kostet), Kostüme anfertigen, Proben, Programmheft entwickeln, und so weiter. Wir haben viel zu tun Leute und wir haben die Weihnachtsferien vor uns, welche uns allen viel Freude aber auch Kalorien bringen und uns alle schlampig machen. Also bitte Ärmel hoch krempeln, Gürtel fester machen und ab zum Training, Nadeln und Faden auspacken, Herbstnächte sind lang und es macht wirklich Spaß vor dem Kaminfeuer oder beim Fernseh-glotzen Pailletten auf zu nähen und Perlen einzufädeln.
Und Männer über rumliegende Perlen nörgeln zu hören.


30.09.2006
Persische Klänge Im Media Markt
Vor paar Wochen war ich im Mediamarkt um für einen Workshop außerhalb des Studios eine Soundanlage zu kaufen. Um die Fähigkeit des Geräts für selbstgebrannte CDs zu probieren habe ich eine CD mitgenommen, welche in meinem CD-Player nicht funktioniert hatte. Der junge Mann, der mich beraten hat war sehr freundlich und hat die CD so laut wie möglich laufen lassen. Die laute persische Musik im Media Markt war für mich wie himmlische Klänge aus dem Paradies. Ich habe mich zusammen gerissen, um mich auf die Sound-Qualität zu konzentrieren und nicht mit dem Tanzen anzufangen.
Musikhören und Tanzen zu dürfen ist für euch Europäer so selbstverständlich, daß ihr nicht mal darüber nach denkt. Das ist genauso wie Religionsfreiheit oder Pressefreiheit, ein selbstverständliches Recht jeder Bürger. Für mich ist es anders!
In meinem Land wird seit über 25 Jahren nicht mehr getanzt, Musik wird filtriert, also vorgewählt was für eine Musik die Bürger hören dürfen und für was für eine Musik sie bestraft werden. Feiern und Tanzen auf privaten Angelegenheiten wie Hochzeits- Verlobungs- Geburtstagsfeiern wird brutal bestraft. Folklore Tänze sind fast eine vergessene Vergangenheit, alles was geblieben ist, richtig oder verfälscht, sind die Tänze, welche von Persern im Exil oder Ausländern ausgeübt und verkauft wird. (Ich will nicht über liebe Kolleginnen und Kollegen, welche ohne geringste Ahnung vom persischen Tanz und der persischen Kultur selbstentdeckte Stücke als persischen Tanz anbieten lästern.) Musik zu hören und zu tanzen sind für mich Geschenke aus dem Himmel, diese Momente und diese Freiheit möchte ich mit alle meinen Gelenken und Gliedern ausnutzen, wer weißt, wie lange ich noch aufrecht Tanzen kann, das Leben ist zu kurz um sich diese Momente mit faulen Ausreden entgehen zu lassen. Ich versuche diese Freude und Gefühle auch auf euch zu übertragen und das macht mich überglücklich, wenn ich auch diese Freude bei euch im Gesicht entdecke, ihr schwitzt und schnauft (und wahrscheinlich schimpft innerlich mit mir wegen meiner hohen Ansprüche) aber die Freude in euren Gesichtern ist nicht zu übersehen. Laßt uns jede Minute nutzen und auch für alle Mädchen und Frauen in meiner Heimat tanzen, denen dieses Recht geklaut wurde.


12.08.2006
Es ist nochmal Dienstag nachmittag und ich freue mich auf meinen Minnikurs, packe meine Tasche ein und fahre ins Studio. Bevor meine Kinder auftauchen tanze ich mich warm. Das ist gerade bei der Juli-Temperatur nicht schwierig warm zu werden.
Meine Kinder kommen pünktlich und ziehen sich schnell um, wir wärmen uns schnell auf und dann suchen die Kinder ihre Lieblingstücher aus meiner Wundertüte und wir fangen an zu tanzen.
Unser Übungsraum ist durch große Fenster vom Trainingsbereich (in dem große, häßliche, Hi-Tech-Fitness(Folter)-Geräte den Schönheits-Fanatikern zur Verfügung stehen) getrennt. Mir fallen zwei Damen im Fitnessbereich auf. Ich frage mich was sie hier verloren haben? Beide sind jung und hübsch. Ich drehe mit meinen Kindern im Raum und treffe eine Dame Auge ins Auge. Sie fährt mit so einem Ehrgeiz Spinning, als ob sie den Weltrekord brechen will.
Meine Kinder schwitzen beim Tanzen und lächeln wie Hönigkuchenpferde, sie lassen die Haare beim drehen wehen und sehen glücklich aus. Die Damen drausen aber nicht. Sie sehen verbittert und frustriert aus, kauen Kaugummi und bewegen sich mit Gewalt und Hass. Sie haben lange, weite T-Shirts an aber soweit ich schätzen kann, haben sie keine Speckrollen die sie loswerden müssen, sind nicht übergewichtig oder asymetrisch, ich weiß wirklich nicht, was sie hier suchen. Spaß und Entspannung haben sie auf keinen Fall hier, im Gegenteil zu meinen Kindern. Die beide Damen arbeiten aber fleißig, also gehören nicht zu der Kategorie der Damen, welche zum Ratschen und Quatschen ins Fitness-Studio gehen und sich bei dieser Gelegenheit ein bißchen bewegen.
Ich reiße mich zusammen und widerstehe dem Willen, das Fenster aufzumachen und zu fragen, warum sie ihre Körper so quälen. Dieser Schönheitswahnsinn macht uns alle verrückt. Wir foltern, peitschen und misshandeln unsere Körper mit Chemie, Diätprodukte, übertriebenem Fitnesstraining um unerwünschte Kilos los zu werden und erwarten, daß der Körper darauf reagiert. Die Pflanzentöpfe zu Hause versuchen wir mit Liebe zu behandeln, achten aber nicht darauf, daß der Körper mehr Liebe braucht als ein Pflanzentopf. Ich habe persönlich nichts gegen Fitnesstraining und Sport, mache selber 3 mal die Woche Training um meine Muskeln, welche ich zum Tanzen brauche trainiere und verstärke, fahre leidenschaftlich Rad, schwimme oft, laufe täglich. Ich versuche aber dabei Weib zu bleiben, meinen Körper mit Liebe behandeln und jede Minute einer sportlichen Tätigkeit zu geniessen.
Wir (Frauen) kämpfen Tag ein Tag aus dafür in der industriellen, Männerwelt anerkannt zu werden. Darum vernachlässigen wir bewußt oder oft auch ganz unbewußt unsere Weiblichkeit. Stress, Fastfood, Kampf um Existenz sind Feinde der Weiblichkeit und Geschmeidigkeit. Viele versuchen vergeblich im Sport und übertriebenen Training (Körperqual) und mit teuren Kosmetik-Produkten und Schönheitschirurgie einen Ersatz für die verlorene Weiblichkeit und Geschmeidigkeit zu finden, viele haben schon aufgegeben und pflegen sich gar nicht mehr.
Mit OT lernt man zunächst wieder den eigenen Körper kennen, lernt man die Sprache des Körpers. Geschmeidige Bewegungen, schöne orientalische Klänge, zauberhafte Kostüme (auch beim Training) helfen dabei, Verkrampfungen zu verlieren, Stress ab zu bauen, lockerer zu werden, Kurven bekommen, wo sie sein müssen.
Kurz und schmerzlos: WEIBLICH ZU WERDEN!
Ich versuche meine Botschaft, Botschaft des orientalischen Tanzes so gut wie möglich zu verbreiten, und ich sehe meinen Erfolg in Euren Gesichtern, eurem veränderten Verhalten und Laufstil (auch wenn ihr das selber noch nicht gemerkt habt) und in der Freude, die meine Kinder beim Tanzen zeigen.
Die Stunde ist fast vorbei. Ich achte nicht mehr auf die Damen draussen. Wir dehnen uns ein bißchen zu einer langsamen Musik. Die Kinder ziehen sich um, die Eltern warten schon auf sie. Ich packe meine Tasche wieder ein. Sage Tschüß zu den verbitterten Damen, halte meine Klappe, fahre wieder Heim.

16.07.2006
Schon haben wir über einen Monat hinter uns.
Die letzten Monate waren für mich sehr ereignisvoll und haben viel Stress gebracht.
Zusammenschreiben der Dissertation, Umzug nach Weiden, eine neue Sprache (Oberpfälzisch), Vorbereitung auf die Prüfung und Eröffnung der Schule / des Tanzkurses. Ich war oft knapp davor, alles aufzugeben und mindestens einmal am Tag habe ich gedacht:„das werde ich nie schaffen, ich werde nie mit der Arbeit fertig, ich werde die Prüfung nicht bestehen“.
Was mich vom Aufgeben und Aufhören gerettet und zurück gehalten und mir immer wieder Kraft gegeben hat, neben Unterstützung und Hilfe meines Mannes, war der Gedanke der Tanzschule.
Ich habe eine meiner Lieblings CDs (oft Faddah von Hossam Ramzy) in den CD-Player gelegt und habe leidenschaftlich getanzt, je mehr ich geschwitzt habe desto freier wurde mein Kopf und leichter wurde mein Körper und ich habe gedacht: „das muß ich hinter mich bringen, sonst kann ich mit keinem neuen Projekt und keinem neuen Kapitel in meinem Leben anfangen.“
Jetzt sind wir da, ich habe meine Prüfung bestanden, bin umgezogen und versuche mindestens, Oberpfälzisch zu verstehen (ich denke gar nicht daran Oberpfälzisch zu sprechen)!! Ihr habt mir während der letzten Wochen und gerade als ich viel Kraft und Konzentration brauchte viel geholfen.
Eure Begeisterung beim Tanzkurs, die Freude und die Leidenschaft die ihr(trotz meinen hohen Ansprüchen) für den Unterricht gezeigt habt, hat mir die Kraft und den letzten Schwung gegeben, alles endlich hinter mich zu bringen.
Ich bedanke mich bei euch und bin ganz stolz auf euch (ich habe mir nämlich unser Video genau angeschaut und sämtliche Bewegungen unter der Lupe analysiert), und wünsche mir, daß wir noch lange lange Zeit zusammen Arbeiten und zusammen Auftreten.
Bis demnächst
Eure
Elhamraks


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